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Wer kennt das nicht: Im Büro türmt sich der To Do-Stapel in
babylonischer Weise, zu Hause ist schon ewig
kein Staub gewischt, Familie und Freunde
wollen und sollen nicht zu kurz kommen - da
bleibt unsere eigene Gesundheit manchmal auf
der Strecke. Damit wir aber im Alltag voll
da sein können für die Menschen und die
Dinge, die uns wichtig sind, ist es manchmal
heilsam, sich ganz bewusst eine Auszeit zu
nehmen, sich in die Stille und in sich
selbst zurückzuziehen, um wieder zu sich zu
finden. Wo geht das besser als an Orten, die
eigens für dieses gesunde und natürliche
Bedürfnis gestaltet wurden?
Ein Wochenende auf einer
Beauty Farm
ist seit jeher ein Energiekick. Die erste
Schönheitsfarm in Deutschland wurde übrigens
schon 1955 aufgebaut, Wellness ist also kein
vorübergehender Trend in der so
schnelllebigen Zeit von Heute.
Auch einige Hotels haben sich speziell auf
Wellness und Gesundheit spezialisiert und
bieten eine breite Palette an Angeboten. Es
gibt zum Beispiel Wochenenden zur inneren
Reinigung und Entschlackung: Ihre Haut wird
feinporiger, Ihr Teint gesünder, das
Bindegewebe strafft sich schon durch kleine
Maßnahmen merklich. Sie fühlen sich frisch
und inspiriert, sich und ihren Körper auch
zu Hause weiter liebevoll zu pflegen.
Ayurveda, die traditionelle indische
Heilkunst mit ganzheitlichem Anspruch, ist
ein Phänomen, für das sich auch viele
Fachfrauen und -männer im Gesundheitswesen
in Deutschland interessieren. Die Lehre ist
zwar zu komplex, um sie an einem
Wellness Wochenende
gänzlich zu erlernen, aber ein
Ayurveda-Wochenende kann wertvolle Impulse
geben, die die Besucherin oder der Besucher
mit nach Hause nehmen.
Die Wellness-Kultur ist generell von vielen
traditionellen Lehren geprägt. Die
Hot-Stone-Massage zum Beispiel ist
höchstwahrscheinlich hawaiianischen
Ursprungs, wurde aber in allen Erdteilen
unabhängig voneinander entwickelt. Wie die
Lehre des
Ayurveda
sagt, besitzt jeder Mensch ins einer Mitte
sein "gesundes Ich", zu dem es
zurückzukehren gilt.
Die Welt, in der wir leben, ist voller
Eindrücke und Stoffe. Oft fällt es schwer.
Nein zu sagen, dabei spielen auch
gesellschaftliche Mechanismen eine Rolle.
Zum Beispiel schlägt man ungern eine
Einladung zum Kaffee aus, weil man Angst
hat, den anderen zu verletzen, auch wenn man
weiß, dass Kaffee gerade nicht das richtige
und wohltuende für unsere gesunde Mitte ist.
Alkohol auf Parties, zu kurze Nächte, zu
fettes Essen - all das tun wir uns an und
haben nicht einmal die Zeit, es zu bemerken.
Das soll nicht heißen, dass man sich
kasteien und radikal verzichten sollte - es
geht nur darum, bewusst mit seinem Körper
umzugehen. Den Draht zu seiner Mitte,
gleichsam zu seiner inneren Stimme,
wiederzufinden, ist viel leichter, wenn man
sich ein Wochenende Zeit für sich nimmt -
Zeit für Wohlbefinden. |